Geschlossene Fonds in Österreich

In den fetten Jahren vor der Finanzkrise, die dem Crash der US-amerikanischen Lehman Bank folgte, schienen geschlossene Fonds in Österreich auf einem guten Weg zu einem etablierten Kapitalanlageprodukt zu sein. Vor allem ab dem Jahr 2003 kletterten die Zahlen der Anbieter, Produkte und Zeichner sowie der Platzierungsumsatz der Fondshäuser rasch nach oben. Milliarden flossen zwar nicht – dafür waren Markt und Geschäft zu jung, als dass sie den deutschen Maßstäben Rechnung zu tragen imstande waren. 

Gleichwohl bemühten sich Fondsinitiatoren und Vertriebe im österreichischen Anlegeruniversum um die Verankerung der unternehmerischen Sachwertbeteiligung in Form des "geschlossenen Fonds" als GmbH & Co. KG. Die passende Fachliteratur dazu fehlte in Österreich, weshalb Journalist Alexander Endlweber mit zwei Partnern die Publikation geföX ins Leben rief. Im ersten Halbjahr 2008 erschien das erste Printwerk, Band 1 eines Kompendiums, das später der heftigen Finanzkrise Tribut zollen musste. Der Fondsabsatz brach ein, Vertriebe und Anbieter wendeten sich ab. 
 
geföX veröffentlichte fortan noch jährliche Marktstudien und baute ein Internetportal auf, das sich für österreichische Leser mit dem Markt der geschlossenen Fonds beschäftigte. Markt- und Fondsnachrichten wurden ebenso bereit gehalten wie Downloads zu den hauseigenen geföX-Marktstatistiken. Da sich der Absatzmarkt von seiner Schwäche nicht mehr erholen konnte und geschlossene Fonds im österreichischen Fondsvertrieb keine Rolle mehr spielen, entschieden die Herausgeber, dass die Aufrechterhaltung eines eigenen Nachrichtendienstes zu diesem Thema nicht mehr sinnvoll ist. 
 
Ende 2013 wurde der geföX-Internetauftritt geschlossen. Die Nachrichten aus dem ehemaligen geföX-Newsdesk wurden in das hiesige Newscenter eingespielt. Restexemplare der gedruckten Publikationen sind auf Nachfrage erhältlich, gleiches gilt für digitale Aktualisierungen der Zahlenwerke.
Stand: 10.3.19 - 6:15